Baugemeinschaften

Im Bereich von Baugemeinschaften sind mittlerweile vielfältige Kooperationen entstanden. Städte, Kommunen und Fachleute haben zahlreiche Erfahrungen mit Baugemeinschaften und entsprechendes Wissen angehäuft. Durch die Vernetzung des Wissens eröffnen sich neue Chancen für die Arbeit mit Baugemeinschaften.

Baugemeinschaften sind Gruppierungen, die sich zusammenschließen, um gemeinsame Wohnräume zu schaffen. Ursprünglich handelt es sich dabei um Menschen, die sich persönlich kennen und Lebensmodelle miteinander gestalten wollen. Hierbei tauchen oft Fragestellungen auf, die nicht unmittelbar innerhalb dieser Gruppe zu lösen sind. Schwierigkeiten bereiten oft auch die Beschaffung eines geeigneten Grundstückes sowie die Klärung rechtlicher Fragen. Strukturen, die auch mit sehr persönlichen Verbindungen behaftet sind, fehlen oftmals die Sicht von außen auf die Dinge und können zu Konflikten führen. Daraus sind unter anderen Professionen Projektentwicklung Projektsteuerung für Baugemeinschaften entstanden.

Seit einigen Jahren gibt es nun das Instrumentarium der Baubetreuung, zuzeiten auch Projektsteuerung genannt, denn um nichts anderes geht als ein Projekt erfolgreich zu steuern im Sinne der Bauwilligen.

Modelle

  1. Private Bauwillige haben ein Grundstück und/oder eine Gruppe von Menschen, die gerne zusammen bauen wollen. Oft brauchen sie zunächst nur eine Form der Moderation und Lenkung für die ersten Schritte. Es ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht zwingend erforderlich einen Architekten zu beauftragen, erste Planungen sollten jedoch baurechtlich geklärt sein, damit die Gruppe weiß, was sie als Gebäude realisieren kann.
  2. Kommunen schreiben Grundstücke für Baugemeinschaften aus, auf welche sich Baugruppen gemeinsam mit Architekten und Projektsteuerung bewerben können. Hier können sich i.d.R. auch private Baugruppen bewerben. Das Verfahren ist öffentlich ausgeschrieben und meist in Kombination mit Bauträgern, beispielhaft 70% Baugemeinschaften, 30% Bauträger. Durch solche Verfahren sind z.B. in Tübingen ganze Stadtteile entstanden, die heute als Quartiere innerhalb der Stadt sehr gut funktionieren und eine große Vielfalt an Gruppen und Architekturen beherbergen.
  3. Projektentwickler für Baugemeinschaften gehen auf Einrichtungen wie z.B. die Kirche oder andere soziale Einrichtungen zu und entwickeln Modelle für gemeinschaftliches Wohnen an den jeweiligen Standorten. Die Kirche bzw. caritative Einrichtungen sind oft im Besitz von Grundstücken oder Gebäuden und haben ein Interesse an Gemeinschaftseinrichtungen.
  4. Standortermittlung für Bauwillige, Recherche geeigneter Grundstücke oder Baulücken

Beteiligte

Kommunen, Städte und Gemeinden
Private Bauwillige
Projektsteuerung
Architekt
Kirchliche/caritative Einrichtungen